Erste Ergebnisse aus der Tagebuchstudie präsentiert

tagebuch-pixabay-kein-nachweis-notigAuf der European Communication Conference in Prag haben wir erste Ergebnisse aus der Tagebuchstudie des Projekts “Down to Earth” präsentiert. Für den Vortrag wurden die Angaben zu den Gesprächen der 41 Teilnehmer über den Klimawandel analysiert, die sie im Zeitraum der Klimakonferenz in Paris 2015 geführt hatten.

Es hat sich gezeigt, dass – verglichen mit den wenigen bisherigen empirischen Untersuchungen zu Gesprächen über Klimawandel – die Teilnehmer überraschend häufig über das Thema sprachen. Dabei unterschieden sich die Unterhaltungen deutlich je nach der Beziehung zum Gesprächspartner: Mit engen sozialen Kontakten wie Lebenspartnern und Familie sprachen die Befragten vor allem über die Folgen des Klimawandels und mögliche Gegenmaßnahmen, mit Arbeitskollegen und Bekannten unterhielten sie sich eher über die Ursachen und den Klimawandel allgemein. Die Gespräche mit engen Bezugspartnern wurden oft als „gegenseitiger Informationsaustausch“ beschrieben und verliefen konfliktfrei, während in Unterhaltungen mit Bekannten auch gegensätzliche Ansichten aufeinander trafen.

Hier zeigt sich, dass persönliche Gespräche eine wichtige Rolle für die Information der Menschen zum Thema Klimawandel zu spielen scheint – einerseits zur Festigung und Wiederholung von Wissen (etwa mit dem Partner), andererseits auch als Quelle für neue Informationen außerhalb der eigenen Mediennutzung.

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Die European Communication Conference ist eine große internationale Konferenz, die alle zwei Jahre stattfindet.

 

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Recently, we have presented first results from our Down to Earth diary study at the European Communication Conference in Prague. The presentation analyzed data about the 41 participants’ personal conversations about climate change that they noted during the time of the climate conference in Paris 2015.

The results show that the participants talked about the subject more often than expected from previous studies. The conversation topics differed depending on the communication partner: With their partner and family, the respondents talked mostly about climate change effects and their fears and perspectives for the future; the conversations were described as mutual, complementary exchanges. With acquaintances and colleagues, more diverse points of view tended to collide.

This shows that interpersonal communication is an important source for information on climate change – the respondents deepened their knowledge, e.g. with their partner, but also got in contact with different viewpoints than those presented in their own media use.